Alle Jahre wieder – Die Walpurgisnacht

Walpurgisnacht
© Marten Petersen 29. April 2013

Hoch vom Brocken
Wesen locken
Später Stunde
Hexen Runde

Besen sausen
Hexen hausen
Feuer scheinen
Kinder weinen

Geister spuken
Aus den Luken
Glocken dröhnen
Zu den Söhnen

Haken Nasen
Warzen Blasen
Lumpenpack
Asch und Sack

Mummen Schanz
Birken Kranz
Teufels Zeug
Ich mich beug`

Schreie hallen
Hüllen fallen
Fratzen zerren
An den Herren

Zauber lösen
Haken Ösen
Leise Laute
Heiße Traute

Männer saufen
Knaben raufen
Mädchen lachen
Werden Drachen

Augen glotzen
Münder motzen
Pulse rasen
Wie die Hasen

Leiber ringen
Frau bespringen
Lenden saften
Sich entkraften

Feuer sterben
Letztes Werben
Alles Stille
Walborgs Wille

Bestellmöglichkeiten

Hallo, am einfachsten ist es, wenn das Buch direkt bei mir bestellt wird. Dann gern auch mit Signatur.

Oder beim Verlag BOD: https://www.bod.de/buchshop/leif-marten-petersen-9783746047782

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Mittelalterfreaks gehen gern diesen Weg: http://www.melbar.eu/Mittelalter-Shop/Buecher/Bellestrik-Shop/Leif-Ein-Wikingerabenteuer_MBMP0001.html

Und natürlich in jeder Buchhandlung eures Vertrauens!

Bald auf dem Markt: Runners High

Nur noch wenige Tage, dann kommt mein kleines Büchlein „Runners High“ auf den Markt. In dieser Anthologie mit eigenen Geschichten geht es um das Phänomen des „Kicks“ oder „Runners High“ beim langen Lauf, beim Marathon. Eigene Erlebnisse liegen diesen teils phantastischen kurzen Geschichten zugrunde. Aber ein paar Zutaten habe ich dem Realismus hinzugefügt. So sind kurzweilige Texte von Meteoriten, Himmelsflügen und anderen Erlebnissen entstanden.

Bald mehr dazu …

Silvester – oder Pauls Hand

Der Ärger über die aus meiner Sicht völlig unsinnige Silvesterballerei hat mir eine kleine Ballade (ein Versuch) in die Feder getrieben:
Silvester – oder Pauls Hand
Frei nach Otto Ernst

Krachen und Heulen und berstende Nacht,
Dunkel und Flammen in rasender Jagd –
Ein Schrei durch die Menge!

Und brennt der Himmel, so sieht mans gut.
Eine Hand auf dem Asphalt! Noch fließt das Blut.
Nun schnappt sichs der Hund.

Der Vater siehts – Entsetzen im Gesicht
schreit er: „Verfolgt den Hund;
Wir müssen ihn haben.“

Die Mutter reagiert – fasst sich ein Herz:
„Ich hol die Hand – lindere du den Schmerz!“
Sie eilt zu dem Hunde.

Der Vater stürzt – den Sohn zu umarmen;
„Mein großer Gott – so habe Erbarmen,
Mein Sohn, mein Paul!“

Ein Mann aus der Mitte – das Handy dabei!
Wählt mit zitternden Fingern: 112.
„Wo sind Mutter und Kind?“

Die Mutter entreißt dem gefräßigen Maul
Finger und Hand ihres Sohnes Paul.
„Hier!“ Ein Schrei durch die Nacht.

Blaulicht und Horn künden Rettung an.
Die Hilfe das Rennen mit der Zeit gewann.
Sie sind es! Sie kommen!

Ein paar Tage später, die Hand ist wieder ganz
Silvesterböllern verlor seinen Glanz.
„Mit dem Unsinn ist Schluss!“

Ein Gastbeitrag: 2. Beitrag: Wie erlebten die Menschen damals die Raunächte? — Barbara Anna & Gerd Waschbeer

Wenn meine Urgroßmutter von den Raunächten erzählte, wurde es bei uns sehr still in der Stube. Obwohl die Frauen, meine Großmutter und meine Großtanten, zwei Kriege überstanden hatten und ich, gerade mal fünf Jahre alt, auch schon eine Zeit der Not kennengelernt hatte, war es fast unvorstellbar, was die alte Frau zu sagen wusste. Ich saß […]

über 2. Beitrag: Wie erlebten die Menschen damals die Raunächte? — Barbara Anna & Gerd Waschbeer