Tjejen från Tveta

Nun ist es soweit: Mein Roman – ein Psychothriller – mit dem bisherigen Arbeitstitel „Das Mädchen von Tveta“ ist als schwedischsprachiges Buch auf den Markt gekommen. Der Titel: „Tjejen från Tveta“.

Das Buch hat 142 Seiten, 5 Aquarelle meiner Frau Annelie zieren das Buch, passend zu den jeweiligen Textpassagen.

Die Übersetzungsagentur C. Translations UG, Berlin, hat Lena Samuelsson mit der Übersetzung aus dem Deutschen ins Schwedische beauftragt. Ich bin sehr zufrieden mit ihrer Arbeit.

Das Buch ist bei BOD Schweden erschienen, und in allen Online- und stationären Buchhandlungen zu finden.

Die deutsche Version ist bei BOD Deutschland erschienen, unter dem Titel „Rache an Mittsommer“.

Ein Interview

Das Interview kann man hier beim Schriftstellerverband Schleswig-Holstein im Original nachlesen: https://schriftstellerinsh.wixsite.com/schriftsteller-sh/single-post/2020/08/25/NACHGEFRAGT-AUTORENSICHT—Marten-Petersen

Moin!

Schön, dass Sie dabei sind und sich den Fragen stellen.

Damit die Leser wissen, mit wem sie es zu tun bekommen, stellen Sie sich in 3 Sätzen bitte vor:

  • Geboren 1952 in Nordfriesland, verh. , 2018 nach Schweden ausgewandert
  • Wir betreiben einen Selbstversorgerhof mit Imkerei
  • Ein veröffentlichter Roman, der nächste steht in den Startlöchern und wird im Herbst auf Schwedisch als Psychothriller veröffentlicht

Und nun geht es auch schon mit dem Kurzinterview los!

1) Wann haben Sie zum ersten Mal realisiert, dass Sie Schriftsteller werden wollten?

Vor gut 10 Jahren, also um 2010. Allerdings war mir klar, dass es kein Broterwerb werden würde, sondern ein Hobby.

2) Was sind die wichtigsten Punkte, die ein gutes Geschichtenerzählen ausmachen?

Selber viel Lesen, sehr viel, Menschen beobachten und Situationen erfassen, und natürlich Fantasie.

3) Was ist Ihnen als Autor wichtig, mit Ihren Geschichten als Prosa-Autor auszudrücken?

In irgendeiner Form prangere ich soziale Verhältnisse an, ob vor 1000 Jahren bei den Wikingern oder heute. Die Probleme sind oft noch nicht gelöst.

4) Was würden Sie tun, wenn Ihr Protagonist/Ihre Protagonistin Sie plötzlich besuchen kommt?

Nun, das ist schwer vorstellbar, aber bei einer guten Tasse Kaffee würde ich gern über die Zeit reden, in der der Protagonist/in lebte.

5) Die ‚Sunday Times‘ hatte 1000 Menschen gefragt, welchen Beruf sie als nicht-notwendig erachten, die während der Corona-Krise unterstützt werden sollten. Dabei landete „Künstler“ auf Platz 1.

Wie denken Sie darüber?

Grundverkehrt! Denn ein Volk ohne Kultur – und das ist ja damit gemeint – hat keine oder nur eine geringe Identität.

6) Schreiben Sie bereits an einem neuen Buch? Wenn ja, können Sie uns schon etwas darüber verraten?

Ja, es handelt sich um einen Psychothriller, der um die Jahrhundertwende 1800/1900 in den Wäldern Smålands spielt. Rache für erlittenes Leid, eine Vergewaltigung. Ein altes Thema, aber immer aktuell.

7) Viele Leser möchten gern mit ihren Lieblingsautoren in Kontakt treten. Gibt es bei Ihnen dazu eine Möglichkeit? Haben Sie eine eigene Internet- oder Facebookseite?

Ja, ich habe eine schlecht gepflegte Autorenseite, die entsprechend schlecht besucht wird. Und neuerdings einen Facebookauftritt. Ob das Vorteile bringt? Wohler habe ich mich im Kreis interessierter Zuhörer befunden – bei Lesungen.

Wir vom Verband der Schriftsteller in Schleswig-Holstein e.V. bedanken uns für die Zeit, die Sie sich für die Beantwortung unserer Fragen genommen haben und wünschen Ihnen bei Ihrem kreativen Schaffen weiterhin viel Erfolg!

Übersetzung in Arbeit

Es ist spannend! Mein erster Roman wird in eine fremde Sprache übersetzt – natürlich ins Schwedische. Es war nicht so einfach, ein seriöses Übersetzungsbüro zu finden, erst beim 5. Kontakt ist es mir gelungen.

Eine qualifizierte Übersetzung kostet natürlich viel, vor allem, wenn es sich um eine selten verwendete Zielsprache handelt. So musste ich natürlich kalkulieren, ob sich das Projekt letztendlich bezahlt macht. Und im Ergebnis bin ich zu einem guten Ergebnis gelangt. Hauptzielgruppe sind in erster Linie lokal und regional ansässige Leser/innen. Ich bin auch guter Hoffnung, einen „richtigen“ Verlag zu finden, sonst werde ich wieder auf BOD zurückgreifen. Mit denen habe ich bislang gute Verkaufsergebnisse erzielt.

Aber lieber wäre mir natürlich ein Regionalverlag. Da bin ich dran!

„Das Mädchen von Tveta“ – auf Schwedisch

… so lautet de Arbeitstitel meines Psychothrillers. Der Roman handelt in einer kleinen Waldgemeinde in Småland, um die Jahrhundertwende 1800/1900.

Mittsommer spielt eine große Rolle, aber auch alte heidnische Quellen und die Kirche von Tveta. Grauenvolles spielt sich hier ab, einmal Ende des 19. Jahrhunderts, aber vor allem etwa 20 Jahre später.

Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, aber dennoch folgendes: Momentan wird der Roman ins Schwedische übersetzt, und die Chance, hierfür einen schwedischen Verlag zu finden, ist gut …

Veröffentlichen in fremder Sprache?

Das ist eine Herausforderung! Meinen neuen Roman „Das Mädchen von Tveta“ soll auf Schwedisch erscheinen.

Warum? Man fragt danach in unserem Dorf und in der Umgebung – und: mich reizt diese Aufgabe!

Zwar spreche ich die Sprache, aber niemals könnte ich einen ganzen Roman schreiben oder übersetzen. Was also machen? Recherchen haben ergeben, dass eine professionelle Übersetzung dieses Kurzromans etwa 5.000 Euro kosten würde. Das ist einfach nicht machbar. Was also machen?

Ein schwedischer Freund hat dann ein paar Seiten per Online-Übersetzer gelesen. Inhaltlich hat er es verstanden, aber mit sehr vielen Rechtschreib- und Übersetzungsfehlern, inhaltlich merkwürdig wirkenden Phrasen und Redewendungen usw. . Kurz gesagt: keine gute Lösung!

Nächster Schritt: Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen die für mich erkennbaren Fehler der Übersetzung ausgemerzt – schon (etwas) besser, aber bei Weitem nicht zufriedenstellend.

Eine Bekannte (schwedische Muttersprachlerin) hat sich angeboten, den Roman in der vom Online-Übersetzer und mir überarbeiteten Version den notwendigen Feinschliff zu geben. Für einen Anerkennungspreis, was die Kosten überschaubar halten.

Noch hat sie nicht begonnen, aber ich hoffe, dass wir über Winter den gesamten Text übersetzt haben. Und dann ab zu BOD. (oder einen schwedischen Verlag).

Allerdings: Das ist natürlich nur eine Maßnahme im „low-budget-Verfahren“, ich würde es halbprofessionell nennen.

Das Mädchen von Tveta

So lautet zumindest der Arbeitstitel meines neuen Romans.

Nein, kein Wikingerthema, etwas ganz anderes für mich: Ein Psychothiller. Lange habe ich daran geantwortet, und ihn vor einigen Monaten bereits als fertiges Manuskript angekündigt. Aber meine Probeleser haben mich letztendlich überzeugt, ihn umzubauen.

Und es hat sich gelohnt!

Jetzt, jetzt kann ich sagen, dass der Text steht. So soll er bleiben. Etwas Feinschliff noch, dann werden noch eine Handvoll Illustrationen, die die markanten Punkte des Textes begleiten und unterstreichen eingefügt.

Meine Frau hat die Zeichnungen bereits fertig, aber wir müssen noch die genauen Stellen im Text festlegen.

Danach ab zur Herstellung. Das wird wohl so im Juni sein – falls keine weiteren Verzögerungen auftreten. Vielleicht zu Mittsommer? Das wäre der wichtigste Tag – im Roman, denn zu Mittsommer geschieht das Schrecklich, widerfährt Alma“all das Böse“!

Den Roman habe ich in Småland angesiedelt. Zeitlich spielt sich alles um die Jahrhundertwende 1900 ab. Am Ende des Weltkrieges kommt es dann zum „show down“. Das Böse wird gerächt – und die kleine Welt versinkt im Chaos – das finale infernale!

Neuer Roman

Nun denn, es ist vollbracht! Mein neuer Roman ist fertig, zumindest das Manuskript. Korrekturdurchgänge wurden bereits durchgeführt, nun soll das professionelle Korrektorat erfolgen. Und dann: Buchsatz, Cover …

Arbeitstitel: Das Mädchen von Tveta

Genre: Psychothriller

Zeit: 1885 bis 1918

Handlungsort: Småland/Schweden

Verlag: BOD

Demnächst stelle ich das Projekt näher vor. Ich freue mich!

Um Weihnachten kommt man nicht herum …

Meine erste Advents- und Vorweihnachtszeit in Småland scheint mein Verständnis für diese Zeit verändert zu haben. Gestern war es tief verschneit, und das Luciafest stand an. Erstmals seit etwa 15 Jahren habe ich eine Kirche betreten. Zugegeben, sie war schön und sehr festlich geschmückt. Kerzen und Laternen, drinnen wie draußen, dazu die Lucia-Gesänge der jungen Mädchen … Leider habe ich kein Foto gemacht.

Mein kleines etwas holpriges Gedicht, einem großen Meister nachempfunden, möchte ich dennoch hier vorstellen. Ich habe mich eben anstecken lassen …

 

Weihnachten –heute

Nach J. v. Eichendorff „Weihnachten“

Markt und Straßen proppevolle,
grell erleuchtet jedes Haus,
Tausend Lichter, Neon-Werbung,
alles sieht so kitschig aus.

In den Fenstern haben Händler,
High-Tec und TeVau gestellt,
Vater, Mutter, Kind und Kegel,
bestaunen diese IT-Welt!

Und ich wandre durch die City
bis hinein ins KaDeWe,
Wein und Schampus, Marken-Waren!
Luxus weit und breit ich seh!

In aller Welt hungern Kinder,
viele Tausend fühlen Leid
Haben niemals eine Chance –
O du gnadenlose Zeit!

Hochzeit bei den Wikingern

Die Hochzeit von Leif und Gyde findet in Tveta statt. Leif hat seine Braut aus Haithabu geholt. Die Vorbereitungen zum großen Hochzeitsfest und das Fest selber nehmen breiten Raum ein in meinem Roman. Hier ein kleiner Auszug:

 

 

Der Vormittag des Festtages verging schnell. Gyde konnte kaum alles fassen, was um sie herum vor sich ging. Und sie und Leif waren immer im Mittelpunkt.

„Nun kommt der nächste Teil der Zeremonie“, sagte Ortberga, die wie immer alles unter ihrer Kontrolle hatte. „Der Schwertertausch.“

Erk zeigte seiner Schwester ein Schwert, das er beim Schmied hat anfertigen lassen. Dann legte er es flach auf seine ausgebreiteten Hände. „Folge mir!“, sagte er zu Gyde und schritt voran. Gyde ging hinter ihm, dann folgten die Mitglieder der Familie. Die Gäste begleiteten den Tross. So kamen sie beim Heiligen Hain an der Odinsquelle an. Leif hatte den Ort mit Bedacht gewählt, symbolisierte die Quelle doch Reichtum und Fruchtbarkeit.

Leif folgte Thorleif, angeführt von Erk und Thorleif, der die Stelle des Brautvaters eingenommen hatte. Der trug ebenfalls ein Schwert auf ausgestreckten Händen. Es war ein Ahnenschwert, das bereits Ulf und zuvor Sigurd und dessen Vater am Körper getragen hatten.

Nun wurden die Schwerter ausgetauscht. Gyde bekam das Ahnenschwert, das sie an ihren ältesten Sohn weitergeben sollte. Leif dagegen nahm Erks Schwert an, um damit die neue Familie zu schützen.

Nun wandten sich alle dem großen Opferstein zu. Heilige Männer leiteten die Zeremonie. Sie trugen Tiermasken und beteten in einem merkwürdigen Singsang. Drei Tiere sollten geopfert werden. Gyde musste sich die Ohren zuhalten, so laut war das Geschrei des Schweines, als man ihm die Kehle durchschnitt und das Blut in einem Behälter auffing. Ähnlich erging es der Ziegen und dem Eber. Ihr Leben wurde den Göttern geopfert, damit dem Brautpaar das Glück treu bleibt. An ihrem geheiligten Opferfleisch würde sich die gesamte Hochzeitsgesellschaft satt essen. Das aufgefangene Blut aber hatte eine andere Verwendung.

„Hier habt ihr Tannenzweige. Taucht sie in das Blut, geht zu allen Gästen und bespritzt sie mit einigen Tropfen. So haben sie auch an eurem Glück teil.“

Gyde und Leif gehorchten. Zum Schluss reichten sie die Zweige an Ortberga, die sie wiederum an Thorleif und Erk weitergab. „Nun ist es an euch, das Brautpaar mit dem Opferblut das Eheglück zu sichern.“ Die beiden nahmen die Zweige und besprenkelten die Brautleute mit dem geweihten Blut.

Damit war die Hochzeitszeremonie beendet, und die Feiern konnten beginnen. Wieder übernahm Ortberga das Kommando. „Das Brautrennen kann beginnen. Die einzelnen Familien bilden Gruppen und schicken die schnellsten Läufer ins Rennen. Wer als letzter die Festhalle erreicht, hat mit seiner Familie einen Tag und eine Nacht die Gäste mit Bier zu versorgen.“

Gyde wandte sich an Leif. „Was habt ihr bloß für merkwürdige Gebräuche. Aber es macht Spaß! Ich bin gespannt, was noch alles so kommt.“

„Warte es ab, es bleibt unterhaltsam.“